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By Jörg W. Busch

Jörg W. Busch führt den Leser durch eine komplexe Epoche des Mittelalters, die geprägt conflict durch expansive Erfolge in Richtung Osten und Westen, die imperiale Geschichtsschreibung Karls I. und Ludwigs I., Machtkämpfe innerhalb der eigenen Reihen und Herrschaftsteilungen. Buschs anschaulicher Überblick über die Herrschaften der Karolinger von Karl Martell bis Ludwig IV. dem style bietet einen idealen Leitfaden durch den aktuellen Stand der Forschung. Die thematisch gegliederte Bibliographie weist Lehrenden und Studierenden den Weg durch ein kaum überblickbares Forschungsfeld.

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This number of Latin texts, released in a brand new variation with an English translation, attracts at the wealthy hagiographical corpus of Anastasius, papal diplomat, secretary and translator in past due ninth-century Rome. The texts challenge arguable figures: Pope Martin I (649-653), whose competition to the imperially-sponsored doctrines of monenergism and monothelitism observed him exiled to Cherson the place he died in 654, and Maximus the Confessor, an jap monk condemned to undergo amputation and exile to Lazica for comparable purposes in 662.

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Die Ausdehnung und Überhöhung (768–814) 27 Nicht übertriebene Rücksicht auf Byzanz, als vielmehr Einsicht in die tatsächlichen Grundlagen seiner Macht im lateinischen Westen veranlassten Karl, sich nicht erst gegenüber Einhard wenig erbaut darüber zu äußern, wie der Weihnachtstag des Jahres 800 in der römischen Peterskirche verlaufen war. “ Gott selbst hatte Karl mit der Königssalbung an die Spitze seines auserwählten Volkes gestellt: Die Franken, die von ihnen unterworfenen Völker und die in ihrer Eigenart anerkannten Langobarden bildeten das Heer, das Karl an die kontinentalen Grenzen des damals christlichen Westens und als bewaffneter Heidenmissionar im Nord- und Südosten darüber hinaus in eine kaisergleiche Stellung geführt hatte.

Gefechte 783 und 784, als Karls und Hildegards ältester Sohn Karl sein erstes Kommando führte, vor allem aber Karls eigener Winterkrieg 784/85 brachten insofern eine Wende, als Widukind an der Elbe aufgab und sich nach Geiselstellung in Attigny taufen ließ. Nach 785 öffnete sich allenfalls der sächsische Süden der fränkischen Durchdringung und 792 der Zehnterhebung. Der Norden zwischen Unterweser und Unterelbe sowie Transelbien verharrten im Widerstand und erzwangen in den 790er Jahren jährliche Kriegszüge, die 804 mit der Aussiedlung ganzer Bevölkerungsgruppen vor allem aus Transelbien ihr Ende fanden.

1 Die gedachte Einheit der Herrschaft und die Unterschiede ihrer Ausübung (843–855) Die Brüder, besonders der als Kaiser anerkannte und vor allem nördlich der Alpen agierende Lothar, betrachteten nach 843 ihre Herrschaften gedanklich, aber auch durch ihre Treffen 844 in Diedenhofen sowie 847 und 851 in Meerssen noch als Einheit, was ihre Anteile an den karolingischen Kerngebieten gewährleisten sollten. Doch darin lag ein erstes verfestigendes Moment, weil die Nord-Süd-Teilung an die entstehenden Sprachgrenzen heranrückte und den gesellschaftlich, herrschaftlich, kirchenorganisatorisch, kulturell und materiell weiterentwickelten Westen vom Osten trennte, der nur mit den Bischofsstädten Mainz, Worms und Speyer über den Rhein ausgriff.

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